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Review Bikkel Blues by RockTimes.info
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- Thursday, 13 November 2025
www.rocktimes.info , Joachim 'Joe' Brookes

The Electrophonics – Konzertbericht, 09.11.2025, Zaal Thijssen, Deurne-Vlierden (NL)
Am 09. November 2025 gastierten The Electrophonics und die Meryn Bevelander Band im Zaal Thijssen, Deurne-Vlierden (NL).
Es gab etwas Besonderes zu feiern, denn The Electrophonics hatten ihr fünfundzwanzigjähriges Bestehen.
Ein Jubiläum, zu dem RockTimes ganz herzlich gratuliert.
Aus der niederländischen Konzertankündigung bei Bikkel Blues geht hervor, dass die Formation schon bei namhaften Festivals wie dem Moulin Blues in Ospel, dem Belgium Rhythm & Blues Festival in Peer und beim North Sea Jazz im Ahoy, Rotterdam spielten.
The Electrophonics brachten unter anderem Alben wie "Feels Like A Millon", "Catch That Swingtrain – The Moulin Blues 2007 Recordings", "Little A Lot", "Talkin' About" oder "Restless Live!" auf den Markt.
Letztgenannte Veröffentlichung stand am Merchandise-Stand auch als LP zur Verfügung.
Leider fehlte der Bariton Saxofonist Evert Hoedt bei diesem The Electrophonics-Konzert, weil er krank war.
Dann gab es noch eine Nachricht bezüglich der Horn-Section. Wim Crijns (Tenor Saxofon) war zum letzten Mal im Line-up des Sextetts. Für ihn gab es im Backstage-Raum einen großen Geschenkkorb.
Vor dem Auftritt meinte Wim Crijns etwas philosophisch: »[…] Es gibt einen Anfang und es gibt ein Ende. […]«
Der Sonntagnachmittag im Zaal Thijssen begann mit dem rund siebzigminütigen Auftritt der bestens aufgelegten Band um den Sänger und Harp-Spieler Stephan Hermsen.
Das Motto von The Electrophonics lautet: »[…] catch that swingtrain […]« und »[…] their old love 50’s swing […]« zog sich wie eine roter Faden variantenreich durch den Gig.
Was die Fünfzigerjahre und The Electrophonics anging, gab es musikalische Kost aus dem Frischeregal des Blues.
Bei Stephan Hermsens Stimme spitzte man die Ohren. Seinen Gesang unterstrich der Frontmann häufig durch Mimik und Körpersprache.
Seine Harp-Einsätze, wie zum Beipiel in "Money Talks" oder der Nummer "Restless", zeugten von einem überzeugenden Blues-Feeling und seinem Mississippi-Saxofon verpasste er durch das Fahrradlampenmikrofon einen besonderen Sound-Touch. Bei der "Boogie Party" machte sich Stephan Hermsen zu einem furiosen Solo auf den Weg. Highlight!
Mit einem Song in Boogie-Auslage hatten die Anwesenden nicht nur eine Fahrkarte in der Hand, sondern alle waren stante pede auf den Swingtrain aufgesprungen.
Mo Gomez, der Gitarrist der Gruppe, beglückte das Publikum im Opener mit einem initialen Ohrenschmaus. Beim groovenden Slow Blues "Your Cash" servierte Mo Gomez gleich zwei Soli und "Cryin' Time", einer weiteren hinreißenden Ballade, überzog er mit einem fetzigen Solo-Guss.
Wim Crijns sorgte bei seinem ersten leidenschaftilchen Solo für klasse Stimmung. Als Dank für seine tollen Allleingänge gab es vom Publikum Szenenapplaus für den Saxofonisten Wim Crijns.
So zum Beispiel auch beim Opener oder in "Too Long". Beide Daumen hoch für Wim Crijns!
Das hervorragende Zusammenspiel der Band verdeutlichten unter anderem Klänge im Saxofon-Harp-unisono-Modus oder in "Safronia B" auch mit dem Gitarristen Mo Gomez.
Ivo Siebens Tasten-Kreationen waren einerseits sphärisch-feine Keyboard-Teppiche und seine Soli, oft im Piano-Modus gespielt, waren echte Hinhörer.
"Money Talks" verzierte nicht nur Gitarrist Mo Gomez mit einem Solo, sondern auch Ivo Sieben. Ein Song-Highlight!
Als ein weiterer Höhepunkt entpuppte sich die flotte Nummer "The Edge Of Time" mit einer klasse Ska-Einlage. Beim Solo von Mo Gomez sah man vor dem virtuellen Auge förmlich eine Karawane durch die Wüste ziehen. Toll!
Auf dem erhöhten Podest der Bühne für das Drumkit sorgte Marc Gijbels für super Beats und Grooves. Er wusste, wie man die Uptempo-Songs oder den Slow Blues rhythmische Wirkung gab.
The Electrophonics wird es durch den Abgang des Saxofonisten Wim Crijns in dieser Besetzung nicht mehr geben.
The Electrophonics sorgten im Rund der Location für eine tolle Stimmung.
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